
Ich wurde 1986 in Basel geboren. Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich hier und wurde im Petersschulhaus eingeschult. In meinem achten Lebensjahr zogen wir – meine Eltern, meine Schwester und ich – nach Schönenbuch, sodass ich die nächsten Jahre in dieser kleinen Baselbieter Gemeinde oberhalb von Allschwil verbrachte.
Je älter ich wurde, desto stärker wurde Basel wieder mein Lebensmittelpunkt. Bei meiner Ausbildung, beruflich und politisch. Ich absolvierte das Wirtschaftsgymnasium in Basel und studierte anschliessend Rechtswissenschaften an der Universität Basel. Mit 23 Jahren, kurz vor Abschluss des Studiums, zog ich zurück nach Basel, wo ich seither lebe. Zunächst 13 Jahre im St. Johann, heute im Kleinbasel.
Nach dem Studium absolvierte ich zunächst ein Volontariat bei einer Anwaltskanzlei. Bei einer Rechtsschutzversicherung bearbeitete ich Rechtsfälle zu allem, was die Menschen beschäftigt. Heute arbeite ich bei der Handelskammer beider Basel und arbeite täglich an der Verbesserung unseres Standortes, insbesondere im Bereich Finanz- und Steuerpolitik.
Schon früh bemerkte ich, dass Politik mich interessiert und ich Freude habe am politischen Wettstreit der Argumente. Die liberale Grundidee unseres Bundesstaates und seiner Institutionen überzeugten mich. Deshalb entschied ich mich im Alter von 16 Jahren, Mitglied der Jungfreisinnigen Basel-Stadt zu werden. Dort wurde ich erst Kassier und später Präsident. In dieser Zeit kandidierte ich zum ersten Mal für ein politisches Amt, nämlich 2011 für den Nationalrat.
Ein Jahr, nachdem ich die Funktion als Präsident der Jungfreisinnigen abgegeben hatte, wurde ich Vizepräsident der Basler FDP. Da ich 2012 erstmals für den Grossen Rat kandidiert hatte und dabei zweiter Nachrückender wurde, konnte ich zwei Jahre später nachrücken und übernahm so erstmals ein politisches Amt. Bald darauf wurde ich Parteipräsident der Basler FDP, eine Funktion, die ich fünf Jahre lang ausübte.
Im Frühling 2024 kandidierte ich für den Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt.
Mein Name verrät es: Die Wurzeln meiner Familie liegen in Italien, genauer: in Apulien. Meine Geschichte hat denn auch viele Ähnlichkeiten mit den Geschichten anderer Kinder und Enkel von Einwanderern.
Meine Grosseltern kamen in den 50er-Jahren nach Basel. Wie viele andere italienische Arbeiter suchten sie nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Glück in der Schweiz – und fanden es. Denn trotz aller Widrigkeiten und Hürden, die das Leben der Italiener in der Schweiz prägten, bot die Schweiz die Möglichkeit, sich mit Beharrlichkeit, Fleiss und der nötigen Portion Glück einen bescheidenen Wohlstand zu erarbeiten. Es war das grosse Ziel dieser ersten Auswanderer-Generation, dass es ihren Kindern besser gehen soll. Mein Grossvater erzählt mir noch heute stolz, wie er sich sprichwörtlich vom Tellerwäscher in einem Restaurant zu einer Anstellung bei einem Pharmaunternehmen bis zum Hauseigentümer in Riehen hochgearbeitet hat.
Dieses Arbeitsethos prägte auch meine Eltern. Als Secondos lag ihnen viel daran, sich zu integrieren, sich weiterzubilden und ihren Kindern alle Chancen zu bieten. Sie leisteten immer das kleine Bisschen mehr, bis sie ihr lange erträumtes Ziel erreichten, sich ein Eigenheim leisten zu können. Diese Haltung und diese Werte haben sie an mich und meine Schwester weitergegeben.









