Eingangstor für die Steinenvorstadt

6. August 2026
Anzug

Die Steinenvorstadt gehört seit jeher zu den belebten und beliebten Ausgangsstrassen Basels. Auch wenn sie den Begriff «Vorstadt» im Namen trägt, ist sie Teil der Innenstadt und ein wichtiger Bestandteil eines attraktiven Angebots an Restaurants, Bars und Läden sowohl für Besucherinnen und Besucher als auch für Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt. Davon zeugt auch die Tatsache, dass sie während dem ESC als Eurovision Street vermarktet wurde.

Dennoch lässt sich nicht wegdiskutieren, dass die Besucherfrequenz über die letzten Jahre laufend abgenommen hat. Zudem stehen in letzter Zeit einige Ladenflächen leer. Dazu tragen verschiedene Faktoren bei, unter anderem das veränderte Ausgangs- und Einkaufsverhalten der Menschen. 

Eine Herausforderung ist weiter, dass die Steinenvorstadt, wenn man vom Barfüsserplatz in sie hineinblickt, zwischen Barfüsserplatz und Stänzlergasse vor allem abends wenig belebt wirkt. Den attraktiveren und belebteren Teil der «Steinen» kann man nicht sehen, weil die Flaniermeile nicht gerade verläuft, sondern als Kurve. Die Boulevardnutzungen befinden sich vor allem im hinteren Bereich der Strasse. 

Erschwerend kommt nun hinzu, dass die Steinenvorstadt bald an beiden Enden von Baustellen geplagt sein wird. Die Bauarbeiten für den Heuwaage-Turm haben bereits begonnen, das bestehende Hochhaus wird derzeit zurückgebaut. Zudem nimmt die IWB in diesem Gebiet Arbeiten vor. Auf der anderen Seite steht bald der Umbau des Spenglerhauses zu einem Hotel an. 

Unter diesen Umständen stellt sich die Frage, wie die Steinenvorstadt während dieser Bauzeit dennoch einladend gestaltet werden kann. Als eine Massnahme schlägt der Verein Pro Steinen ein «begrüntes und beleuchtetes Eingangsportal wie bei der Carnaby Street in London» vor. Ein solches Tor würde den eigenständigen Charakter sowie die Komplementärfunktion der «Steinen» betonen und die Anbindung zum Rest der Grossbasler Innenstadt verbessern. Es würde die Menschen dazu einladen, die Steinenvorstadt trotz Baustellen zu besuchen. 

Visualisierungen zeigen, dass ein Eingangstor nicht nur die Besucherführung in der Innenstadt verbessern würde, sondern sogar das Zeug hat, zum beliebten Fotomotiv zu werden.1 Die Finanzierung könnte unter anderem über private Spenden und den Stadtbelebungsfonds erfolgen. 

Die Anzugsteller bitten den Regierungsrat zu prüfen und zu berichten, ob und wie ein Eingangstor à la Carnaby Street beim Eingang der Steinenvorstadt (vor allem beim Barfüsserplatz, eventuell aber auch bei der Heuwaage auf der anderen Seite) realisiert werden könnte, und was ein solches Tor in der Erstellung und im Unterhalt etwa kosten würde. 

«Basler Polit-Espresso»

Luca Urgese sitzt an einem Holztisch, vor sich eine Espressotasse und ein Glas Wasser

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    Luca Urgese

    Riehenring 65, 4058 Basel