Basler Freisinn: Ein Italiener, Baselbieter oder doch ein waschechter Basler?

Luca Urgese, Ihr Name entspricht ja nicht gerade einem alteingesessenen Basler Geschlecht. Woher kommt der Name Urgese?

Da haben Sie natürlich recht. Der Name Urgese stammt aus Süditalien, genauer Apulien. Die Eltern meines Vaters stammen aus dem kleinen Dorf San Michele Salentino, nicht weit von Brindisi.

Spüren Sie diese südländischen Wurzeln denn heute noch?

Es gibt durchaus noch gewisse Verbindungen. So habe ich in Süditalien einige Verwandte, war oft dort in den Ferien, und auch beim Fussball drücke ich den Italienern die Daumen ebenso fest wie den Schweizern. Ich bin aber kein Secondo, sondern doch schon Schweizer dritter Generation. Da verblassen die Wurzeln mit der Zeit etwas.

Obwohl Sie im Baselbiet erwachsen geworden sind, haben Sie Ihr politisches Engagement in Basel-Stadt begonnen. Weshalb?

Nun, meine ersten Lebensjahre habe ich in Basel verbracht, wir sind erst, als ich acht Jahre alt war, nach Schönenbuch gezogen. Und irgendwie war mir immer klar, dass ich bald nach Basel zurückkehren würde.

Darum sind Sie bei den Jungfreisinnigen Basel-Stadt eingestiegen?

Ja, ein Engagement bei den Jungfreisinnigen Baselland hat mich nie gereizt. Auch wenn Siro Imber (damals Präsident der JFBL) mich damals zu überzeugen versuchte. Aber sein Argument mit der Hülftenschanz verfing irgendwie nicht bei mir (lacht). Ich war einfach immer sehr stadtorientiert, sei es bei der Schule, beim Ausgang oder beim Sport.

Stichwort Sport. Sie verbringen sehr viel Zeit mit Politik. Gibt es daneben eigentlich noch Raum für anderes?

Das ist wahr, Politik füllt einen grossen Teil meiner Freizeit. Daneben nehme ich mir aber die Zeit, um regelmässig Fussball zu spielen – und auch zu schauen. Das ist mir wichtig, um auch mal den Kopf abschalten zu können.

Wie sieht es denn mit Ihren beruflichen Ambitionen aus?

Derzeit absolviere ich ein juristisches Praktikum in einer Wirtschaftskanzlei, um mich auf die Anwaltsprüfungen im nächsten Herbst vorzubereiten. Ich habe das Glück, in einem tollen Team von sechs jungen Anwältinnen und Anwälten mitarbeiten und sehr viel von ihnen lernen zu können.

Interview erschienen im Basler Freisinn 03/2011 vom 16. Juni 2011.

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