BildungspolitikVorstösseCovid-19-bedingte Studienabbrüche verhindern

8. März 2021

Gemäss der Stiftung Educa Swiss haben sich Darlehensanfragen von Studierenden aufgrund der aktuellen Situation verdreifacht. Grund dafür sind einerseits das Fehlen von typischen Nebenjobs für Studierende (Gastronomie, Tourismus etc.) mit der sich die Studierenden ihr Studium zumindest zum Teil finanzieren. Andererseits fehle vermehrt die Unterstützung aus dem Elternhaus, weil auch dort durch Covid-19 die finanzielle Lage schwieriger wird. Auf Bundesebene wurde das Problem thematisiert und mit einer Forderung zur Unterstützung der Stiftung wie auch einer kantonsübergreifenden Härtefallunterstützung eingereicht. Der Bundesrat will nächste Woche antworten.

Für die Erholung der Wirtschaft ist es enorm wichtig, dass in der Nach-Corona-Zeit genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Wenn nun bekannt wird, dass Covid-19-bedingte, finanzielle Notlagen zu einer Vielzahl von Studienabbrüchen führen, muss dagegen angegangen werden.

Der Interpellant möchte gerne erfahren, wie akut die finanzielle Notlage von Studierenden in Basel-Stadt ist. Er bittet den Regierungsrat zu beantworten,

  1. ob in Basel-Stadt die Anträge auf Stipendien, resp. Anfragen für Darlehen bei Staat, Privaten oder Stiftungen zugenommen haben?
  2. ob es bereits Studienabbrüche zu verzeichnen gibt, die auf die finanzielle Notlage von Studierenden (aufgrund Covid-19) zurückzuführen ist?
  3. ob vorgesehen ist, auf kantonaler Ebene einen Härtefallfonds oder ein anderes geeignetes Gefäss für Studierende, die aufgrund der aktuellen Situation in finanzielle Notlage gekommen sind, einzurichten?
  4. ob die Stipendien-Vergabepraxis der Universität Basel (Berechtigung ab 3. Semester im Bachelorstudium, resp. ab 2. Semester Masterstudium) ausreicht, den allenfalls erhöhten Bedarf an Stipendien zu decken?

Luca Urgese

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