20. Januar 2011

Ein Ausrufezeichen für junge Wählerinnen und Wähler setzen!

Kandidaturrede am Nominationsparteitag der Basler FDP vom 20. Januar 2011

(es gilt das gesprochene Wort)

Geschätzte Damen und Herren,

Ich stehe heute Abend vor Ihnen als Kandidat der Jungfreisinnigen.

Ihrer Jungpartei, welche es am letzten Jugendkulturfestival geschafft hat, das Foyer des Theater Basel mit rund 300 begeisterten jungen Menschen zu füllen;

ihrer Jungpartei, welche auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in einem Zelt voller junger Menschen eine Staatskunde-Lektion abgehalten und den Regierungsrat davon überzeugt hat, sich beim Deutschschweizer Lehrplan 21 für eine Verankerung von politischer Bildung einzusetzen;

ihrer Jungpartei, welche die Grossratsfraktion der FDP davon überzeugt hat, sich gegen die Einführung eines Alkohol-Weitergabeverbotes einzusetzen und junge Parlamentarier kontaktiert hat, sodass am Ende praktisch niemand mehr dafür war, obwohl es alle irgendwie durchwinken wollten;

ihrer Jungpartei, welche vor einigen Jahren die Idee einer vollständig verkehrsfreien Innenstadt lanciert hat, wovon die FDP-Grossratsfraktion derart begeistert ist, dass sie den Vorschlag zu ihrem Standpunkt gemacht und erst letzte Woche wieder in den politischen Prozess eingebracht hat.

Wieso erzähle ich Ihnen das?

Es geht mir darum aufzuzeigen, dass wir in der Vergangenheit mehrmals in der Lage gewesen sind zu mobilisieren, zu überzeugen und vor allem Junge für Ideen zu begeistern.

Eine Analyse der letzten Nationalratswahlen – ich habe es auf dem Kandidaturblatt bereits aufgeführt – zeigt, dass nur 11% der 18-24-Jährigen im 2007 für die FDP gestimmt haben. Das macht natürlich Sorgen, auch und gerade einer Jungpartei.

Die Lösung zu finden ist sicher nicht einfach. Sie führt aber, davon sind wir überzeugt, über die Einbindung von jungen Kandidaten auf den FDP-Listen und somit auch auf der Liste der Basler FDP.

Dies als Signal, dass die Bedürfnisse und Anliegen der Jungen nicht nur gehört, sondern dass sie aktiv in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden. Dass dieses Bedürfnis vorhanden ist, hören Sie immer wieder, letztmals beispielsweise vor zwei Tagen im Zyschtigsclub auf SF.

Sie wollen heute Abend eine möglichst starke Liste für die Wahlen aufstellen. Das ist auch richtig so; es stellt sich aber die Frage was eine starke Liste ausmacht. Sind es alleine die bekannten Namen? Oder ist es eine Liste, die geschlechts- und altersmässig ausgewogen besetzt ist und so ein möglichst breites Zielpublikum anspricht?

Es wäre ein mutiger Entscheid. Ein Entscheid, den die anderen Parteien nicht gewagt haben. Die junge Kandidatin der SP hat sich vorzeitig wieder aus dem Rennen genommen, der Präsident der Jungen CVP darf es gar nicht erst versuchen und bei der SVP durften die Mitglieder die Liste sowieso nur noch abnicken. Einzig die Grünen haben erkannt, dass man mit Jungen Wahlen gewinnen kann – siehe die Wahl von Anita Lachenmeier – und sich für zwei Junge auf der Liste entschieden.

Sie können heute Abend Mut beweisen und ein Ausrufezeichen an die jungen Wählerinnen und Wähler senden, dass sie und ihre Anliegen von dieser Partei ernst genommen werden.

Ich kann ihnen nicht versprechen, dass ich ein Spitzenresultat erreichen werde. Aber ich kann ihnen versprechen, dass ich mein Herzblut dafür vergiessen werde, Junge davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für liberale Lösungen, für die Freiheit, für Eigenverantwortung zu kämpfen und das es sich lohnt, die Partei zu wählen, welche sich an vorderster Front für diese Werte einsetzt.

In diesem Sinne freue ich mich, wenn Sie meine Kandidatur unterstützen!

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