2. Juni 2011

Nein zur Sperrung der Elisabethenstrasse

Die Elisabethenstrasse ist eine wichtige Durchfahrtsstrasse für den Verkehr aus dem Leimental und dem Grossbasel über die Wettsteinbrücke ins Kleinbasel und zurück. Sie verbindet das Kleinbasel mit dem Bahnhof Basel SBB. Rund 6‘500 Motorfahrzeuge nutzen diese Strecke pro Tag. Der Grosse Rat will nun – hübsch verpackt mit einer unbestritten dringenden Strassensanierung – diese Verkehrsachse ersatzlos in einer Fahrtrichtung sperren.

Der Verkehrskollaps droht. Eine Sperrung würde die ohnehin schon stark genutzte Achse Aeschengraben-Aeschenplatz-Dufourstrasse mit rund 3‘000 weiteren Fahrzeugen belasten. Die Entlastung, welche mit Eröffnung der Nordtangente erreicht werden konnte, würde so wieder zunichte gemacht. Mittels Verkehrsmodellen wird behauptet, der Aeschenplatz verfüge über die entsprechenden Kapazitäten. Die Trambewegungen wurden in die Berechnungen jedoch nicht mit einbezogen und machen sie so zur Farce!

Es ist offensichtlich: Bei einer Sperrung droht der Verkehrskollaps im Raum Aeschenplatz, während man das Kleinbasel um eine Zubringerstrasse ärmer macht. Das Sicherheitsrisiko am Aeschenplatz steigt zudem massiv, weil mehr Gedränge und Unübersichtlichkeit zu weniger Aufmerksamkeit führen.

Kein grosser Gewinn durch die Sperrung. Der Gewinn, welcher durch eine solche Sperrung erzielt werden könnte, ist eher gering. Verbesserungen für den Veloverkehr sind nur beschränkt möglich, weil der Zubringerverkehr – zu Recht – auch weiterhin zugelassen sein wird, der Güterumschlag auf den Trottoirs wird weiterhin stattfinden. Die vielbeschworenen Verbesserungen der Tramhaltestellen „Kirschgarten“ und „Bankverein“ wiederum sind auch ohne Fahrverbot realisierbar.

Weitere Projekte sind bereits geplant. Während insbesondere das Gewerbe eine weitere Einschränkung der existenziell wichtigen Mobilität hinnehmen soll, werden im Bau- und Verkehrsdepartement bereits die nächsten Verhinderungsmassnahmen geplant. So soll der Aeschengraben mit einer Velospur versehen und die Dufourstrasse auf eine Spur reduziert werden, weil dort in den nächsten Jahren gebaut wird. Die Regierung will also auf der einen Seite den Verkehr aus der Elisabethenstrasse verbannen, während sie auf der Alternativstrecke bereits weitere Verengungen plant.

Auf diese kopflose Politik der Verkehrsblockaden gibt es nur eine richtige Antwort: Nein zur Sperrung der Elisabethenstrasse am 19. Juni 2011!

Artikel erschienen in den kmu news 05/2011.