Die Schiesstradition wird gewahrt

Unter dem Titel «Die Tochter übernimmt » veröffentlichte die BaZ ein Porträt über Magdalena Martullo-Blocher. Als Aufhänger diente ihr Besuch an einer Tagung des Bündner Schiesssportverbandes. Dort hielt die SVP-Nationalrätin eine feurige Rede gegen das neue Waffenrecht. Die Botschaft: «Wir lassen uns vom Ausland nicht entwaffnen!»

Was Martullo-Blocher den Schützen verschwieg: Kommt es zur Gesetzesanpassung, erfolgt diese mit Augenmass. So können zum Beispiel Armeeangehörige weiterhin nach Dienstende ihre Ordonnanzwaffe ohne zusätzliche Auflagen behalten. Auch für Jäger ändert sich nichts. Einzig Sportschützen müssen nach fünf und zehn Jahren entweder bestätigen, dass sie regelmässig schiessen oder in einem Schützenverein sind. Wenn Sie mich fragen, ist das durchaus zumutbar.

Obwohl die Anpassungen überschaubar sind, wird die neue Waffenrichtlinie dazu beitragen, den Missbrauch von Schusswaffen in Europa zu senken. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb es sich lohnt, am 19. Mai Ja zu stimmen. Ein Ja zum Waffenrecht heisst auch Ja zu Schengen-Dublin und zu sämtlichen damit verbundenen Vorzügen bezüglich Sicherheit, Reisefreiheit und Wirtschaft.

Leserbrief erschienen in der Basler Zeitung vom 16. März 2019.

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